Mit AEDs für den Notfall gerüstet
Lück Gruppe erwirbt externe Defibrillatoren für drei Standorte
Gießen, 16.12.2009 --- Sie können Leben retten und sind denkbar einfach zu bedienen – automatisierte externe Defibrillatoren, kurz AED genannt. Drei solcher Lebensretter hat die Lück Gruppe für die Standorte Langsdorf, Lich und Gießen erworben. „Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Gut, daher machen wir immer ein bisschen mehr, als wir müssen“, erklären Udo und Ingo Lück, Geschäftsführer der Lück Gruppe die Neuanschaffung.
Der Einsatz eines AED-Gerätes ist denkbar einfach – das zeigt sich schon bei einem Blick auf die Bedienungsanleitung. Dort steht kurz und knapp: „Gerät einschalten, Elektroden aufkleben, Anweisungen befolgen.“ Letztere kommen von einer Computerstimme. Um den Mitarbeitern die Angst vor dem Gerät zu nehmen, veranstaltete die Lück Gruppe hierzu eine Schulung für Mitarbeiter, die von der Johanniter-Unfall-Hilfe Gießen durchgeführt wurde.
Im Vordergrund der Schulung stand zunächst die Theorie. Was mache ich, wenn ich einen Mitarbeiter am Boden liegend vorfinde? Wie überprüfe ich Atmung und Puls? Wie reagiere ich? Im praktischen Teil kamen dann die Übungspuppen zum Einsatz, an denen erste Hilfe Maßnahmen, wie stabile Seitenlage und Herz-Lungen-Massage geübt wurden.
Einfache Handhabung
Weiterführend erklärte Marco Schulte-Lünzum (Rettungsdienstleiter bei der Johanniter Unfall Hilfe Gießen), dass bei vielen Menschen mit plötzlichem Herz-Kreislauf-Stillstand das lebensgefährliche Kammerflimmern auftritt und die Ursache oft ein Herzinfarkt ist. Nur ein gezielt ausgelöster Elektroschock kann den gestörten Herzrhythmus wieder in Takt und das Herz somit zum Schlagen bringen. Doch Angst haben etwas falsch zu machen, muss keiner, denn der Elektroschock wird nur ausgelöst, wenn das Gerät tatsächlich ein Herzkammerflimmern festgestellt hat. Eine Fehlbehandlung ist dadurch ausgeschlossen.
Die Bedienung des Gerätes ist selbsterklärend. Schon nach dem Öffnen des Gerätes beschreibt eine angenehme Computerstimme was zu tun ist. Vom Aufkleben der Elektroden, durch Bilder unverwechselbar, bis hin zur Beatmung im richtigen Rhythmus, ein Klacken gibt den Takt an, und der Schockabgabe muss man nur den Anweisungen folgen. Sobald der Notarzt eintrifft, übernehmen die Sanitäter, die übrigens mit ähnlichen AED-Geräten arbeiten, den Patienten. Mit Übungen an der Puppe in Kombination mit einem speziellen Schulungs-AED übten die Kursteilnehmer das richtige Handeln und kamen zum Fazit, dass man nur ein wenig Mut haben muss. Und dies ist entscheidend, denn je früher geholfen wird, desto größer sind die Überlebenschancen.

Übergabe eines der AEDs von Marco Schulte-Lünzum (li, Die Johanniter) an Bernd Lautenschläger (re, Personalleiter Lück Gruppe). Im Hintergrund einige Teilnehmer der Schulung.
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